Performance

Die Liebe

Eine musikalische Performance
Inszenierung: Edith Koerber
Texte: Wajdi Mouawad und Jasmine Lee-Jones

Aus »Die Liebe« von Wajdi Mouawad: »Alle Wege sind richtig, wenn du dem Weg folgst, der deinem Herzen gefällt. Aber angesichts dessen, was wir gerade erlebt haben, musst du wissen, dass es einen weiteren Weg gibt, der deinen Augen noch verborgen ist, der nicht vom Begehren abhängt, auch nicht von der Lust, sondern von der Liebe.«

Fünf Frauen mit drei verschiedenen Muttersprachen begeben sich auf diesen Weg…

In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart

Kritiken

Stuttgarter Zeitung | 21.9.2020

Hoffnungsschimmer am Horizont

»…Sie verstummt in ihrer Trauer – In der tri-bühne hat die Intendantin Edith Koerber eine musikalische Performance, ›Die Liebe‹, inszeniert. Auch bei Mouawad ist ja die Liebe der große Hoffnungsschimmer am Horizont, bei allem Grauen. Koerber, nimmermüde, in ihrem Theater auf weltweite politische Missstände hinzuweisen und immer auch gerne interkontinental kooperierend, geht dabei holzschnittartig vor. Auf der Bühne, einem einfachen schwarzen Podest, stehen fünf Frauen mit unterschiedlichem kulturellem Background, gekleidet in gleichmachende lange Tuniken. Es werden Texte von Mouawad rezitiert, gleich zu Beginn seine Rede ›Das Messer in der Kehle‹ zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2017. Koerber spricht sie selbst, diese Rede, die zurückgreift auf die Zeiten des trojanischen Krieges und die Königin Hekuba, die verstummte in ihrer Trauer über den Tod ihres Sohnes…«

Verena Großkreutz