Ein Bericht für eine Akademie

von Franz Kafka und J.M. Coetzee |
Regie: Géza Révay | Edith Koerber

Franz Kafkas »Ein Bericht für eine Akademie« ist ein Text von klassischem Wert. Er ist zugleich ein Prüfstein für jeden Schauspieler geworden, der sich heranwagt, die Bekenntnisse dieses seltsamen Wesens zwischen Mensch und Tier vorzutragen. Ein zusätzlicher Reiz des Unternehmens ist die Tatsache, dass es diesmal eine Schauspielerin ist, die einen Mann spielt, der einen Affen spielt…

Und der Abend im Theater tri-bühne wird noch dadurch reicher, dass Kafkas Text mit Teilen von »Das Leben der Tiere« des südafrikanischen Literaturnobelpreisträgers J.M. Coetzee kombiniert wird: Eine lebenserfahrene und gescheite Literatin, die sich der industriellen Vernichtung der Natur entgegenstemmt, nimmt die Gedanken Kafkas auf und stellt die Frage in unsere Gegenwart: Ist der menschliche Verstand wirklich die Krone der Schöpfung?

Kafka und Coetzee zusammen ergeben ein brisantes, hochaktuelles Stück.

Uraufführung am Freitag, dem 19. April 2002, unter dem Titel »Mein Aufstieg vom Tier zu einem menschenähnlichen Wesen«.

Die Aufführungsrechte für den Coetzee-Text liegen bei der Peter Lampack Agency, New York.

Für diese Inszenierung wurde das Theater tri-bühne 2003 mit dem »Tierschutzpreis Baden-Württemberg« und 2007 mit dem »PETA’s Progress Award« ausgezeichnet.

Kritiken

Südwestdeutscher Rundfunk | 20.4.2002

Dieser Abend mit Kafka, Coetzee und Koerber ist großartig

Diese Aufführung sollten Schulen zuhauf besuchen. […]

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Winfried Roesner
Stuttgarter Nachrichten | 22.4.2002

Sehenswert

Der Abend gehört Edith Koerber, sie spielt Kafkas Affe Rotpeter und Coetzees Schriftstellerin Elisabeth Costello. […]

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Horst Lohr
Stuttgarter Zeitung | 22.4.2002

Denkwürdiger Abend

Koerber spielt die Referentin nervös, engagiert und weltfremd. Ihr und Révay ist ein denkwürdiger Abend gelungen […]

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Adrienne Braun
Esslinger Zeitung | 21.4.2002

Grandiose Überzeugungskraft

Grausamkeiten gegenüber Tieren können uns daran gewöhnen, grausam zu Menschen zu sein… Diese Botschaft vermittelt die Inszenierung der Stuttgarter tri-bühne packend. […]

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Elisabeth Maier