Edith Koerber

Bereits im Kindesalter atmete sie Bühnenluft im Kinderchor des Staatstheaters Stuttgart.

Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart, wo sie wenige Jahre später als Dozentin tätig war. Hier begegnete sie Michael Koerber, 1970 heirateten die beiden. Ballettstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt.

Engagements in Tübingen, Esslingen, Marburg und Moers. 1975 gründete sie zusammen mit ihrem Mann das Theater tri-bühne in Stuttgart.

Zahlreiche wichtige Rollen spielte Edith Koerber in den ersten Jahren dieses Theaters unter der Regie ihres Mannes, darunter das Gretchen in Goethes „Urfaust”, die „Elektra” von Hofmannsthal, die „Medea” von Euripides oder die Julia in Shakespeares „Romeo und Julia”.

Nach dem tragischen Tod von Michael Koerber am 17. Mai 1982 übernahm Edith Koerber die Leitung des Theater tri-bühne. In den nächsten Jahren wurden fast sämtliche Produktionen der tri-bühne von ihr selbst inszeniert. Ihr Regiehandwerk erlernte sie bei Gábor Zsámbéki. Seit 1984 ist sie mit Géza Révay verheiratet, der sie beim Aufbau des Theaters tri-bühne maßgeblich unterstützte.

Die wichtigsten Inszenierungen Edith Koerbers:

  • „Mario und der Zauberer” nach Thomas Mann
  • „Die Bakchen” von Euripides
  • „Eiche und Angora” von Martin Walser
  • „Der Diener zweier Herren” von Goldoni
  • „Komödie der Irrungen” von Shakespeare
  • „Woyzeck” von Büchner
  • „1913” von Sternheim
  • „Krach im Hause Gott” von Felix Mitterer
  • „Das Fräulein Pollinger” von Horváth/Krischke
  • „Das Gewitter” von Ostrowskij
  • „Philotas” von Lessing
  • „Mein Aufstieg vom Tier zu einem menschenähnlichen Wesen” von Kafka/ Coetzee
  • „Empfänger unbekannt” von Kressmann Taylor
  • „Die Braut von Messina” von Schiller
  • „Antigone” von Sophokles

1982 erhielt Edith Koerber den Förderpreis der Stiftung der Württembergischen Hypothekenbank für Kunst und Wissenschaft für herausragende künstlerische Leistungen.

2003 erhielt Edith Koerber (zusammen mit Géza Révay) den Tierschutzpreis Baden-Württemberg für „das Aufführen von Stücken zur Mensch-Tier-Beziehung”.

2006 erhielt sie die Landesverdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.

2007 erhielt sie den PETAs Progress Award (DIE Auszeichnung für „tierischen“ Fortschritt in Wirtschaft und Kultur)